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Datum: 01.11.2021

Rathaus-Neubau: Parteien signalisieren Zustimmung

Der aktuelle Planungsstand des Rathausneubaus war zentrales Thema des Stadtumbau-Ausschusses am 28. Oktober. Auch künftige Bebauungspläne sowie der Rahmenplan des Bahnhof-Areals waren Thema.

Bild vergrößern: Das Bild zeigt eine Visualisierung des neuen Rathauses. In der Bildmitte befindet sich der Haupteingang mit einem Balkon und einer klar gegliederten Fensterfront. Links schließt sich der Kollegiumssaal mit einer von Backstein geprägten Fassade an. © Winking Froh Architekten GmbH
Das Eingangsportal des neuen Rathauses: Deutlich hervorgehoben erlaubt es eine einfache Orientierung.

Das neue Elmshorner Rathaus nähert sich einem wichtigen Meilenstein: Im November werden die Politiker*innen des Stadtumbau-Ausschusses über die Entwurfsplanung entscheiden. Bereits in der Sitzung vom 28. Oktober gaben das Architekturbüro Winking Froh sowie die Fachplanungsbüros für Tragwerksplanung (Leonhard, Andrä & Partner) und Haustechnik (Wittmaack Ingenieurgesellschaft mbH) einen Ausblick auf den Entwurf.

Wünsche der Politik aufgenommen

Darin berücksichtigt sind auch die von den Elmshorner Politiker*innen formulierten Wünsche – etwa die Schaffung eines Gründachs. „Die Kombination eines Gründachs auf der Aluminiumkonstruktion des Daches mit einer Photovoltaikanlage ist möglich“, erläuterte der Architekt Malte Kniemeyer-Bonett in der Ausschusssitzung. Der Pflegeaufwand sei vertretbar, die Pflanzen vertrügen Trockenheit und Kälte gleichermaßen. „Die Zusatzkosten für die Begrünung belaufen sich auf geschätzte 200.000 Euro“, so der Architekt.

Rathaus wird klimaschonend

Grundsätzlich soll das neue Rathaus zahlreiche umwelt- und klimaschonende Aspekte berücksichtigen. Was das unter anderem bedeutet, beleuchtete der Vortrag des Planungsbüros für Haustechnik: 180 der 333 Gründungspfähle des Rathauses werden nach aktuellem Planungsstand als Energiepfähle zur Wärme- und Kältegewinnung eingesetzt, Wärmepumpen und Wärmetauscher zum Einsatz kommen – und nicht benötigte Beleuchtung mit Hilfe von Präsenzmeldern zuverlässig ausgeschaltet. Apropos Licht: Dank eines geringen Blauanteils in der Außenbeleuchtung wird die Lichtverschmutzung gemindert und die Insektenwelt geschont. Das sind jedoch nur einige Details des umfassenden Konzepts, das schlussendlich in eine Gold-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) münden soll.

Gute Aussichten also für das neue Elmshorner Rathaus – so gut, dass erste Parteien ihre Zustimmung ankündigten. Über die Entwurfsplanung werden die Politiker*innen am 18. November entscheiden.

B-Pläne und Rahmenplan Bahnhof/Bahnhofsumfeld vorgestellt

Die Politiker*innen erhielten zudem einen Ausblick auf die Bebauungspläne 200 und 202, die die Planungsgrundlage umfassender Areale des Sanierungsgebietes darstellen. Die vorgezogene Beteiligung wird in Kürze beginnen. Der Ausschuss beschloss zudem den Rahmenplan Bahnhof/Bahnhofsumfeld mit seinen Leitzielen, die hier eingesehen werden können.

Sitzung wird fortgesetzt

Diese Sitzung des Ausschusses wird am Dienstag, 2. November, um 18 Uhr im Kollegiumssaal des Rathauses fortgesetzt.