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Datum: 19.11.2021

Rathausneubau: Stadtumbau-Ausschuss stimmt Entwurfsplanung zu

In ihrer letzten Sitzung des Jahres 2021 haben die Politiker*innen des Stadtumbau-Ausschusses die weitere Planung des neuen Rathauses ermöglicht. Sie gaben der Entwurfsplanung ihre Zustimmung – und beschlossen das geforderte Gründach. Auch die Fortschreibung des Rahmenplans kann fortgesetzt werden.

Bild vergrößern: Das Bild zeigt eine Visualisierung des neuen Rathauses. In der Bildmitte befindet sich der Haupteingang mit einem Balkon und einer klar gegliederten Fensterfront. Links schließt sich der Kollegiumssaal mit einer von Backstein geprägten Fassade an. © Winking Froh Architekten GmbH
Das Eingangsportal des neuen Rathauses: Deutlich hervorgehoben erlaubt es eine einfache Orientierung.


In ihrer Sitzung vom 18. November 2021 stimmten die Politiker*innen des Stadtumbau-Ausschusses (SUA) mehrheitlich für den vom Architekturbüro Winking Froh vorgelegten Entwurf. Im nächsten Schritt wird sich das Stadtverordnetenkollegium am 02. Dezember 2021 mit dem Thema befassen. Vorbehaltlich der Zustimmung dieses Gremiums, kann der Entwurf bis in alle Details konkretisiert werden, sodass der Neubau realisiert werden kann.

Neues Rathaus wird klimaneutral betrieben

„Wir werden ein Gebäude entstehen lassen, das Impulse für den weiteren Stadtumbau setzen wird“, betonte die Ausschussvorsitzende Dörte Köhne-Seiffert (SPD). Impulse soll der Neubau auch in Hinblick auf ökologische Anforderungen setzen: Nicht nur soll es den Gold-Standard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) erfüllen. Es wird auch das von der Politik geforderte Gründach erhalten. Der Betrieb wird CO2-neutral erfolgen, fossile Brennstoffe werden Dank des technischen Konzepts nicht benötigt. Der Umgang mit Bodenverunreinigungen wird im Zuge der weiteren Planung umfassend geklärt.

Mit einer breiten Mehrheit aus Linke, SPD, FDP und CDU stimmte der Ausschuss für den Entwurf. Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen stimmte gegen das Vorhaben.

Rahmenplan-Fortschreibung vorgestellt

Gegenstand der Beratungen war auch die sogenannte Fortschreibung des Rahmenplans. Mit ihr soll die weitere Arbeit im Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen erleichtert, eine bessere Lesbarkeit elementarer Aussagen hergestellt und Abstimmungen vereinfacht werden. „Wir haben die Darstellung vereinfacht und zeigen Gebäude- und Stadtkanten, statt einzelner Gebäude“, erläuterte Tobias Gehle, Leiter des Amtes für Projektentwicklung. Erfordern bislang selbst kleine Änderungen des Plans Abstimmungen mit dem Innenministerium, wären diese künftig obsolet. Ein Wunsch, den selbst das Ministerium geäußert hatte.

Darüber hinaus sind einzelne zwischenzeitlich erforderlich gewordene Änderungen berücksichtigt, das Radwegenetz sowie Sicht- und Wegebeziehungen aufgenommen worden. Der Ausschuss stimmte bei einer Enthaltung der Fraktion Die Linke mehrheitlich für die Fortschreibung, die nun in einer formellen Beteiligung der Öffentlichkeit und Trägern öffentlicher Belange vorgestellt wird, bevor sie abschließend im Stadtumbau-Ausschuss sowie im Kollegium beraten wird.