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Datum: 21.05.2021

Stadtumbau-Ausschuss: Erster Blick auf den neu inszenierten Hafen

In ihrer Sitzung vom 20.05. fassten die Politiker*innen des Stadtumbau-Ausschusses unter anderem einen Beschluss zum Parkraumkonzept – und erhielten einen ersten Eindruck der möglichen Neugestaltung des Hafens.

Bild vergrößern: Die Übersichtskarte zeigt den Vorentwurf des neu gestalteten Hafens. Das Nord- und Südufer werden zu attraktiven Aufenthaltsflächen aufgewertet. © Planorama Landschaftsarchitekten
Die Übersichtskarte zeigt den Vorentwurf des neu gestalteten Hafens. Das Nord- und Südufer werden zu attraktiven Aufenthaltsflächen aufgewertet.

Der Stadtumbau wird im Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen deutliche Veränderungen mit sich bringen. Bestehende Parkplätze werden wegfallen – etwa im Zuge der Neugestaltung des Buttermarktes – neue Parkplätze an anderer Stelle geschaffen. Als Grundlage einer bedarfsgerechten Planung erarbeitete das Planungsbüro Gertz Gutsche Rümenapp ein Parkraumkonzept für das Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen, das Teil des Parkraumkonzeptes für die gesamte Elmshorner Innenstadt ist.

Analyse zeigt: Ausreichend Kapazitäten bleiben erhalten

Die Analyse des Planungsbüros zeigte dementsprechend die Zahl der wegfallenden und neu entstehenden Parkplätze in verschiedenen Varianten auf, die von den weiteren Planungen im Sanierungsgebiet abhängen. Ihr Fazit: Selbst in der Spitzenstunde werden in allen berechneten Varianten und bei höchster Auslastung noch mindestens 205 bis maximal 342 freie Parkplätze zur Verfügung stehen.

Konzept als Grundlage beschlossen

Das vorgelegte Parkraumkonzept soll zunächst als Grundlage weiterer noch zu konkretisierender Planungen dienen. Daher beschloss die Politik, „das Parkraumkonzept in seinen Prognose-Grundzügen“ zu beschließen und in die Fortschreibung des Rahmenplans zu integrieren.

Neuinszenierung des Hafens vorgestellt

Gelobt wurde die vom Büro Planorama Landschaftsarchitektur erstmals vorgestellte Vorentwurfsplanung des Hafens. So sollen Nord- und Südufer zu attraktiven innerstädtischen Flächen werden, an denen vielfältige Nutzungen vorgesehen sind. Gewahrt werden soll dabei die Erinnerung an die industrielle Vergangenheit des Hafens. So sind als verwendete Materialien weiterhin (teilweise barrierefrei bearbeitetes) Kopfsteinpflaster, Metall und Holz zu finden.

Tidebrunnen am Südufer

Am Südufer soll demnach die Gestaltung des Buttermarktes fortgeführt und der Platz so bis an den Hafen geführt werden. Vor dem geplanten Hafentower soll gemäß Vorschlag des Planungsbüros ein flacher Tidebrunnen entstehen, der die Gezeiten nachempfindet. Großzügige Treppen sollen zum Sitzen einladen. „Die Ausrichtung nach Westen ist hervorragend, um zum Beispiel am frühen Abend zusammenzukommen“, hob Ulf Schrader (Planorama) die besondere Lage hervor. Eine Promenade entlang der Uferkante und neue Bäume, die Schatten spenden und eine optische Abtrennung gegenüber Parkplätzen und Straße darstellen, soll zum Flanieren einladen.

Park am Nordufer

Wo heute noch ein Parkplatz das Nordufer dominiert, sollen die Bestandsbäume geschützt und in einen Park eingebettet werden. Skulpturenpark, Wohnmobilstellplatz und Museumswerft sollen zu Anziehungspunkten werden. Auch hier soll eine Promenade entstehen, an deren westlichen Ende sich Spiel- und Sportgeräte befinden sollen. Die Planungen berücksichtigen dabei auch, dass die Bereiche überflutet werden können.

Die Politiker*innen des Stadtumbau-Ausschusses lobten die Pläne als gelungen. Ein möglicher Beschluss der Planung wird in der nächsten Sitzung auf der Tagesordnung stehen.

Zwei Flächennutzungs- und Bebauungsplanänderungen beschlossen

Beschlossen wurden Änderungen zweier Bebauungs- und zweier Flächennutzungspläne. Gemäß Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen wurden die Beschlussvorschläge für den Flächennutzungs- und Bebauungsplan 200 „Buttermarkt / östlich Vormstegen“ (Link) um die „Berücksichtigung aktueller Erfordernisse an Klimaschutz und Klimaanpassung“ ergänzt und einstimmig beschlossen. Die von den Grünen beantragte Ergänzung wurde für den B- und F-Plan 202 „Berliner Straße“ (Link) abgelehnt und die Beschlussvorschläge in ihrer Ursprungsform beschlossen.

Die nächste Sitzung des Stadtumbau-Ausschusses findet am 10. Juni statt.