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Datum: 30.08.2021

Stadtumbau-Ausschuss: Verladestation vertagt, Gutachten zur Blutbuche gefordert

In seiner Sitzung vom 26. August 2021 diskutierten die Mitglieder des Stadtumbau-Ausschusses unter anderem über den Erhalt der Verladestation und der Blutbuche. Eine endgültige Entscheidung fiel nicht.

Verladestation: Entscheidung vertagt

Ob das „Verladestation“ getaufte Gebäude, das sich an der Ecke Schauenburgerstraße / Vormstegen befindet, als Fahrradschuppen im Hof des neuen Rathauses erhalten, oder durch einen Neubau ersetzt wird, konnte in der Sitzung nicht abschließend geklärt werden. Während einige Politiker*innen einbrachten, dass ein Erhalt erst im weiteren Verfahren und bei genauerer Kenntnis der notwendigen Altlastensanierungen geklärt werden könne, sprachen sich andere für weitere Stellungnahmen seitens der Verwaltung aus. Die Entscheidung, ob die Verladestation erhalten bleibt, wurde einstimmig vertagt.

Blutbuche: Mehrere Optionen vorgestellt

Auch der Erhalt der Blutbuche an der Schauenburgerstraße ist weiter ungeklärt. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, den Baum an die Berliner Straße zu versetzen. Auch ein Erhalt an Ort und Stelle sei möglich – wenn der auf dem ehemaligen Sky-Gelände vorgesehen Neubau weiter südlich oder mit einer veränderten Gebäudekante zugunsten des Baumes realisiert wird. In der Folge würde der Neubau eine um 3400 Quadratmeter verringerte Bruttogeschossfläche aufweisen.

Politik fordert Gutachten zur Blutbuche

Seitens der Politiker*innen besteht weiterer Klärungsbedarf hinsichtlich mehrerer Fragestellungen. Sie beauftragten die Stadtverwaltung, ein unabhängiges Gutachten erstellen zu lassen, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Baum sich versetzen lasse. Außerdem solle geprüft werden, welche Schutzmaßnahmen notwendig sein werden, wenn der Post-Abriss sowie der Kanalbau an der Schauenburgerstraße beginnen.

Die Politiker*innen beschlossen außerdem einstimmig, dass die Stadtverwaltung eine Stellungnahme des Rahmenplanarchitekten einholt, um zu klären, inwieweit eine Bebauung mit einer Nische für die Blutbuche mit den Zielen des Rahmenplans zu vereinbaren ist.

Nach SPD-Antrag: Politik begrüßt kulturelle Nutzung der Knecht’schen Hallen

Nach ausführlicher Diskussion einigte sich der Ausschuss auch darauf, über einen Teil des SPD-Antrags abzustimmen, der die Stadt Elmshorn mit der Volkshochschule (VHS) und Stadtbücherei als Ankermieterin in den Knecht’schen Hallen vorgesehen hatte. Der Ausschluss beschloss, eine kulturelle Nutzung in den Knecht’schen Hallen grundsätzlich zu begrüßen. Eine Ideenwerkstatt unter Einbeziehung von VHS, Stadtbücherei, dem Freundeskreis Knecht’sche Hallen und Vertreter*innen der Selbstverwaltung wurde abgelehnt.

Die nächste Sitzung des Ausschusses wird am 29. September stattfinden.