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Vormstegen 43: Historisches Stadthaus wird saniert

Das markante Eckhaus an der Kreuzung zur Reichenstraße wird für rund 500.000 Euro saniert. Das Wohnungsunternehmen Semmelhaack investiert in das Gebäude am Rande des Sanierungsgebiets Krückau-Vormstegen.
Bild vergrößern: Ein nicht sanierter Altbau mit zwei Vollgeschossen steht an einer Fahrradweg-Kreuzung. Drei Bäume fassen das Gebäude ein. Links befinden sich weitere Wohngebäude, hinter dem Haus befindet sich ein modernes Mehrfamilienhaus. © M. Planer
Das historische Stadthaus Vormstegen 43 soll saniert werden. Die beiden Linden rechts im Bild müssen gefällt werden, ein Ersatz ist vorgesehen.

„Wir freuen uns über den Erhalt dieses historischen Gebäudes“, betonte Baustadtrat Lars Bredemeier bei der Vorstellung der Sanierungspläne. „Sein Standort am ehemaligen Wechselplatz schafft eine Torsituation an der Grenze des Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen“, so Bredemeier. In intensiven Gesprächen mit dem Wohnungsunternehmen Semmelhaack konnte eine Perspektive für das Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Haus gefunden werden: Es wird künftig als Bürohaus dienen. Damit ist der Abriss, den der vorherige Eigentümer angestrebt hatte, endgültig vom Tisch.

Bauarbeiten beginnen im Februar

Die Sanierung wird rund 500.000 Euro kosten, schätzt Semmelhaack-Prokurist Arne Parchent. „Ein Neubau hätte genau so viel gekostet. Aber uns liegt Elmshorn am Herzen, und so ein Stück Historie zu vernichten wäre nicht schön“, erläuterte Parchent. Der „traurige Zustand“ des klassizistischen Hauses soll bereits in diesem Jahr behoben sein, die Baustelle noch im Februar eingerichtet werden. Und schon im Herbst soll der neue Mieter einziehen, der laut Parchent ebenfalls schon feststehe. 250 Quadratmeter frisch hergerichteter Bürofläche werden dann zur Verfügung stehen.

Bild vergrößern: Zwei Männer, Semmelhaack-Prokurist Arne Parchent und Baustadtrat Lars Bredemeier, stehen vor einem nicht sanierten Altbau und halten ein Plakat, auf dem die geplante Sanierung des Hauses gezeigt wird. Foto: M. Planer
Semmelhaack-Prokurist Arne Parchent (links) und Baustadtrat Lars Bredemeier präsentierten die Sanierungspläne.

Obwohl das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht, sollen historische Details, darunter die Stuckfassade, restauriert und Holzfenster eingesetzt werden, die den Charakter des Hauses bewahren. Einen Wehrmutstropfen gibt es laut Parchent dennoch: Zwei Linden, die auf Seite der Reichenstraße stehen, müssen gefällt werden. Sie stehen zu nah am Gebäude und haben bereits Schäden am Fundament verursacht. Gemeinsam mit der Stadt Elmshorn hat sich das Wohnungsunternehmen auf zwei Ersatzpflanzungen auf dem Grundstück verständigt.

Weitere Bauvorhaben werden realisiert

„In diesem Jahr werden wir deutliche Fortschritte im Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen vermelden können“, verspricht Baustadtrat Bredemeier. Denn auch am anderen Ende des Vormstegens wird bald gebaut. So werden die Aufträge für den Hochbau des „Haus der Technik“ in Kürze vergeben werden können, sodass die Arbeiten auch hier in wenigen Monaten beginnen können. „Parallel dazu bereiten wir Kanalarbeiten entlang der Schauenburger Straße sowie den Abriss der ehemaligen Post und des ehemaligen Sky-Marktes vor“, so Bredemeier.