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Weitere Bauvorhaben

Zusätzlich zu den detailliert vorgestellten Bauvorhaben, deren Planung bereits konkrete Züge annimmt, ist im Rahmenplan die Entwicklung weiterer Quartiere innerhalb des Sanierungsgebiets dargestellt. Ihre Gestalung ist nur in Grundzügen festgelegt. Sie wird mit dem Voranschreiten des Stadtumbaus weiter erarbeitet. Mit der Aufstellung der Bebauungspläne werden die planungsrechtlichen Grundlagen geschaffen, sodass die Bauvorhaben in den Quartieren umgesetzt werden können.

Quartier am Buttermarkt

Platz zu gestalten: mit dem Abriss der Kremer Hallen, des ehemaligen Sky-Supermarktes und mit der Verlegung der Schauenburgerstraße entsteht entlang der Berliner Straße Freiraum mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten.

Die Neubebauung soll mehrere Nutzungen ermöglichen. So soll an der Ecke Schauenburgerstraße / Berliner Straße ein fünfgeschossiges Parkhaus entstehen, in dem insbesondere die Nutzer*innen der öffentlichen Gebäude eine Parkmöglichkeit finden. Entlang der Schauenburgerstraße und der Planstraße A soll die Bebauung 3-geschossig sein. Im nördlichen Quartiersabschnitt werden sich auf den Flächen im Erdgeschoss sowie im ersten Stock Läden ansiedeln können, darüber sind Wohnungen vorgesehen. Laut Rahmenplan könnte hier auch eine Kindertagesstätte realisiert werden.

Entlang der Berliner Straße soll eine "grüne Stadtkante" entstehen. Beidseits der Planstraße A und nördlich der Planstraße B sollen Bäume gepflanzt werden. Sämtliche Straßenräume werden neu gestaltet. Unter den Baumreihen werden die auf dem Buttermarkt entfallenen Parkplätze hergestellt werden.

Quartier am Nordufer

Direkt an der Käpten-Jürs-Brücke gelegen soll das "Quartier am Nordufer" mit einer mehrgeschossigen Bebauung entwickelt werden. Während das Quartier grundsätzlich dreigeschossig entwickelt werden soll, könnte die Bebauung zur städtebaulichen Betonung der Ecke Hafenspange / Wedenkamp hier bis zu fünfgeschossig ausfallen. Die Anknüpfung an die Freiraumgestaltung am Nordufer soll zur Optimierung und Neugestaltung der Verbindung in die offene Landschaft entlang des Krückauufers beitragen. Das Quartier birgt aufgrund der besonderen Lage zwischen Innenstadt und Naturraum, der stadtbildprägenden Industriekulisse und der unmittelbaren Nähe zur Krückau besondere Potentiale - aber in Hinblick auf den Hochwasserschutz auch besondere Herausforderungen. Für die konkrete Bebauung ist ein Investorenauswahlverfahren geplant.


Quartier an den Knechtschen Hallen

Zwischen Vormstegen und Osterfeld sowie den noch nicht realisierten Planstraßen A und B sollen Wohnraum oder Flächen für Büros entstehen. Dabei soll insbesondere die denkmalgeschützte Fabrikantenvilla der Familie Knecht (heute u.a. als Sitz von "Haus und Grund") erhalten bleiben. Die Fläche vor dem Gebäude soll in eine Grünfläche verwandelt werden.

Entlang der Planstraße A, die von Nord nach Süd verläuft, sind dreigeschossige Gebäude vorgesehen. Im Kreuzungsbereich zwischen Rosenstraße, Schloßstraße und Osterfeld sollen vier Etagen realisiert werden. Die Planstraße A soll lediglich für Anlieger sowie den Fahrradverkehr freigegeben werden. Sie soll eine hohe Aufenthaltsqualität bieten.

Quartier an der Krückau

Höfe und Gassen sollen entstehen, öffentlich nutzbare Gärten direkt an der Krückau angelegt werden: Für das Quartier in direkter Flusslage zeigt der Rahmenplan eine Umgestaltung auf, die urbanes Leben mit naturnaher Gestaltung verbindet. Hierzu zählt auch, dass die Bäume im Uferbereich erhalten werden und ein Weg entlang des Südufers mit Plätzen entstehen. So sollen Flächen mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen, von denen die hier vorgesehenen Wohnungen genauso profitieren, wie die Restaurants und Läden, die im Erdgeschoss einziehen. Möglich ist laut Rahmenplan auch eine Hotelnutzung.

Die neue Bebauung wird sich weitestgehend auf den Flächen des heutigen Buttermarktes befinden. Auch Teile des Buttermarkts sollen überbaut werden: Der Platz erhält eine neue Form. Die neuen Gebäude sollen eine maximale Fassadenbreite von 10 Metern aufweisen, sodass Durchgänge in Richtung der Krückau entstehen. Drei weitere Unterbrechungen sind am Torhaus sowie nordöstlich der Markthalle bis zur Königstraße sowie an der Berliner Straße vorgesehen. Die Bebauung soll bis zu drei Geschosse, an der Berliner Straße vier Geschosse, aufweisen.

Brückenschlag ins Quartier

Mit der Gestaltung in dem Quartier soll auch eine wichtige Verbindung geschaffen werden: Auf Höhe des ehemaligen Apollo-Kinos soll eine neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden und so die Königstraße direkt an das Sanierungsgebiet und insbesondere auch den Buttermarkt und das Rathaus anbinden. Angeregt werden soll auch die Neugestaltung der Rückseiten der Königstraßen-Bebauung.

Quartier Osterfeld-Schloßstraße

Unter der Überschrift "Stadt trifft Dorf" sollen Neu- und Altbauten ein lebenswertes Quartier schaffen. Der Rahmenplan sieht den Erhalt der ursprünglichen, dörflichen Bebauung Vormstegens, wie sie unter anderem am Osterfeld erhalten ist, vor. Entlang der Schloßstraße und der Berliner Straße sollen dreigeschossige, im Kreuzungsbereich Schloßstraße und Osterfeld ein viergeschossiges Wohngebäude entstehen. Auch eine Kindertagesstätte könnte in diesem Quartier ihren Platz finden. Die sanierungsbedürftigen Straßen sollen eine neue Gestaltung erhalten, die den historischen Charakter unterstreicht. Der vorhandene Baumbestand wurde als erhaltenswert eingestuft. Wie im Rahmenplan dargestellt sollen westlich, parallel zur Berliner Straße, Parkplätze unter Bäumen hergestellt werden. Dieses "Parkband" soll so gestaltet werden, dass der Platz unter den BÄumen auch anders genutzt werden kann. So entsteht eine grüne Eingangssituation in die Elmshorner Innenstadt.