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Datum: 06.05.2026

Neue Spundwände auf 300 Meter Länge - Sanierung des Nordufers schreitet voran

Nur noch rund 60 Meter fehlen, dann ist die neue Spundwand am Nordufer des Hafens komplett gesetzt. „Wir sind im Budget und im Zeitplan“, erläuterte Sybille Weinmann-Klinkow, Leiterin des Amtes für Projektentwicklung, anlässlich der Vorstellung des aktuellen Baufortschritts, den sie gemeinsam mit Baustadtrat Marius Munk präsentierte. Neben den letzten Spundwandmetern setzen die ausführenden Baufirmen nun 135 Sicherungsanker in einer Stahl-Beton- Kombination, um der neuen Schutzwand den erforderlichen Halt zu geben. Bis zu 16,50 Meter tief ins Ufer erfolgt diese Rückverankerungstechnik.

Bis Ende Mai sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein, ehe der Zwischenraum zwischen alter Spundwand – sie stammt noch aus den 1930er Jahren – und neuer Anlage mit Sand verfüllt wird. „Bis zum Ende des Jahres soll alles bis auf wenige Restarbeiten fertig sein“, sagt Steffen Haack vom Bauunternehmen Echterhoff. Bis dahin sind noch verschiedenen Leitungen zu legen. Außerdem erhält die neue Spundwand inklusive Anschluss an die Wedenkamp-Brücke einen Abschluss in Form eines betonierten „Kopfbalkens“.

Freiraumplanung 2027

Dieses Jahr ist noch Vorleistung, nächstes Jahr beginnt dann die Freiraumplanung“, so Baustadtrat Marius Munk. Unter anderem eine fünf Meter breite Promenade, die Neuanlage des Skulpturengartens sowie Aufenthaltsbereiche am Wasser sind Teil der Neugestaltung dieses Hafenbereichs. Bis spätestens Ende 2028 könnte dann alles fertig sein. Allerdings geben Munk und Weinmann-Klinkow, dass die für alle Maßnahmen erforderlichen Ausschreibungen entsprechend erfolgreich laufen müssen. Läuft alles nach Plan, wird es für die Organisator*innen des Hafenfestes möglich sein, schon 2027 die Wasserfläche des Hafens wieder mit in ihr Veranstaltungskonzept einzubeziehen.

Hintergrund

Aus Sicherheitsgründen musste die Stadt den „Promenaden“-Bereich des Nordufers vollständig sperren lassen. Im Rahmen der Städtebauförderung werden in die Sanierung und neue Freiraumgestaltung des Nordufer-Quartiers insgesamt circa acht Millionen Euro investiert. Im gesamten Bereich ist eine gemischte Nutzung vorgesehen, die Naherholung ebenso einbezieht wie die Entwicklung von Büro-, Gewerbe- oder Praxisflächen. Bei allen Plänen ist der Hochwasserschutz zu berücksichtigen.