Denkmalrechtlicher Bescheid schafft Klarheit für die weitere Entwicklung des Cita-Strom-Gebäudes
Für das Cita-Strom-Gebäude und das Ensemble der Knechtschen Hallen liegt nun der denkmalrechtliche Bescheid vor. Damit ist eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung des Areals geschaffen.
Teilabriss ermöglicht
Der Bescheid sieht den Erhalt des Kranhauses und der Mantelhalle als Bestandteile des Ensembles der Knechtschen Hallen sowie eines Teils des Cita-Strom-Gebäudes vor. Für einen weiteren Teil des Cita-Strom-Gebäudes wird der Teilabriss denkmalrechtlich ermöglicht.
Intensive Gespräche aller Beteiligten
Dem Bescheid vorausgegangen sind intensive, offene und transparente Gespräche zwischen der Stadt Elmshorn und der Denkmalbehörde. Dabei wurden unterschiedliche fachliche, denkmalrechtliche und städtebauliche Perspektiven auf den historischen Gebäudebestand und die weitere Entwicklung des Areals ausführlich miteinander erörtert.
Ausgewogene Lösung
Bei baulichen Vorhaben ist es häufig so, dass unterschiedliche fachliche Perspektiven aufeinandertreffen. Entscheidend ist, dass alle Belange nachvollziehbar vorgetragen und begründet werden, um als Behörde eine korrekte Abwägung der Belange vorzunehmen und eine entsprechende Entscheidung treffen zu können. "Genau dieses Vorgehen hat Oberbürgermeister Sachse nach seinem Amtsantritt vorangetrieben und damit sehr konstruktiv zu dieser ausgewogenen Lösung beigetragen“, sagt Dr. Philip Seifert, Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege Schleswig-Holstein.
Wesentliche Bausubstanz gesichert
„Der nun vorliegende Bescheid ist das Ergebnis eines intensiven fachlichen Austauschs. Mit dem Erhalt des Kranhauses, der Mantelhalle und eines Teils des Cita-Strom-Gebäudes wird wesentliche historische Substanz gesichert. Gleichzeitig wird eine Weiterentwicklung des Areals ermöglicht.“
Gemeinsamer Prozess
Auch Oberbürgermeister Erik Sachse hebt den gemeinsamen Prozess hervor: „Wir haben in den vergangenen Monaten sehr offen und transparent miteinander gesprochen. Dabei gab es auch unterschiedliche Auffassungen darüber, wie mit dem Bestand umzugehen ist. Das gehört zu einem solchen Verfahren dazu. Wichtig war für uns, diese Fragen miteinander zu klären und gemeinsam nach einer tragfähigen Lösung zu suchen.“
Verlässliche Grundlage
Elmshorns Baustadtrat Marius Munk freut sich, dass der Bescheid nun eine verlässliche Grundlage bietet, um die nächsten Schritte unmittelbar vorzubereiten.„Für mich ist wichtig, dass wir nun Klarheit haben und konkret weiterarbeiten können. Die Planung für den Teilabriss des Cita-Strom-Gebäudes wird vorbereitet, damit der Umbau der Berliner Straße umgesetzt werden kann. Gleichzeitig beschäftigen wir uns intensiv mit den künftigen Nutzungsmöglichkeiten der Flächen und ihrer Einbindung in die weitere Entwicklung des Areals. Da steckt noch viel Arbeit drin“, so Munk.
Historische Bezüge berücksichtigen
Dabei geht es um mehr als die bauliche Entwicklung einzelner Gebäude. Die künftige Gestaltung und Nutzung der Flächen soll die besonderen historischen Bezüge des Ortes berücksichtigen und zugleich einen Beitrag zur weiteren Entwicklung des Umfelds leisten.
Wichtiger Schritt
Auch aus Sicht der Denkmalbehörde markiert der Bescheid einen wichtigen Schritt: „Denkmalpflege lebt vom Dialog und von der Auseinandersetzung mit den konkreten Bedingungen eines Ortes. Der offene Austausch mit der Stadt hat dazu beigetragen, die unterschiedlichen Belange zusammenzuführen. Das jetzt vorliegende Ergebnis schafft eine verlässliche Grundlage für den weiteren Umgang mit dem historischen Bestand“, so Dr. Philip Seifert.